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Juni 19

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B2B Onlineshop-Software gesucht? Warum Shopify eine Lösung sein kann

Von Florian Müller

Juni 19, 2020


Solltest Du auch Großhändler mit Deinen Produkten beliefern, stellt sich natürlich vor der Erstellung Deines Onlineshops die Frage bezüglich der passenden B2B Onlineshop-Software. Denn auch wenn es danach aussieht als bestünde der Onlinehandel nur aus Shops für Endverbraucher, dann irrt man sich gewaltig.

Neben der passenden Shop-Software ist es wichtig, im Vorfeld das richtige Konzept zu wählen, was zu Deinem Geschäftsmodell passt. Denn dann kannst Du prüfen ob Shopify die richtige Lösung für Dich ist. Doch eine Sache vorab ohne Dich zu sehr abzuschrecken: Egal mit welchem System Du Dein Vorhaben abbilden möchtest. Ein B2B-Handel macht Dein Shop-Projekt immer komplexer. Aber dazu später mehr, okay?

Was unterscheidet B2C von B2B bezüglich der B2B Onlineshop Software?

Die Registrierung:

Dein Großkunde muss sich über einen separaten Login anmelden um unter anderem, zu seinen speziellen Konditionen bestellen zu können.

Der Preis:

Das ist das wichtigste Merkmal welches den Großkunden vom Endkunden unterscheidet. Im Idealfall möchtest Du auch, dass der Endkunde die Preise des Großkunden nicht sieht. Ausserdem möchtest Du gesonderte Rabattstaffelungen anbieten.

Das Sortiment:

Für Deinen Großkunden möchtest Du Produkte in Deiner B2B Onlineshop-Software anzeigen, welche Dein Endkunde nicht sehen soll. Oder Du möchtest gewerblichen Händlern frühzeitigen Zugriff auf ein neues Sortiment geben. Gesonderte Gebinde können hier auch realisiert werden.

Die Mindestbestellmenge:

Deine Großkunden sollen Deine Produkte erst ab einer gewissen Menge abnehmen können. Für den Endverbraucher ist diese Funktion jedoch nicht relevant.

Die Zahlungsart:

Der Großhändler zahlt oft auf Rechnung, ggf. mit Skonto. Diese Zahlungsart möchtest Du Deinen Endkunden nicht anbieten.

Die Steuern:

Je nach Ort des Großhändler und der Art des Unternehmens, kann es sinnvoll sein Brutto- und Nettopreise gesondert anzuzeigen.

Rechtliches:

Für gewerbliche Kunden und Endkunden gelten gesonderte gesetzliche Verordnungen die im Rahmen der AGB und dem Widerrufsrecht getrennt zu behandeln sind.

Junger Mann bei dem Erstellen einer Firmenstrategie
Das B2B / B2C Shop-Konzept richtet sich sehr stark an Deine Firmenstrategie aus.

3 Ideen für Dein B2B Onlineshop-Software Konzept

Grundsätzlich solltest Du Dir folgenden Fragen vorab stellen:

  • Produzierst und verkaufst Du zum Beispiel ein eigenes Produkt und willst dieses auch für Deine Großhändler zur Verfügung stellen?
  • Verkaufst Du mehrere Markenprodukte anderer Hersteller und fungierst als Wiederverkäufer?

Kannst Du schon ahnen worauf ich hinaus will? Im Falle des ersten Szenarios macht es durchaus Sinn, in einem Shop-System beide Geschäftsarten abzubilden. Vertreibst Du mehrere Marken und agierst mehr als Händler, dann würde vielleicht sogar ein eigenständiger B2B-Shop Sinn machen. Keine Angst, ich erkläre das nun genauer. 

Konzept 1: B2C und B2B in einem Shop

Grundsätzlich ist es möglich einen einzigen Shopify-Shop so einzurichten, dass er für End- und Großkunden zusammen genutzt werden kann. Allerdings muss dies bringt dies die Herausforderung mit sich, dass Anpassungen am Theme und der Konfiguration des Shops notwendig sind.

Erweiterungen (Apps) für Dein B2B Onlineshop-System

Hier gibt es speziell für das System Shopify Apps (Erweiterungen), welche Dir ermöglichen die oben genannten Kriterien wie Preisauszeichnung, eigene Zahlungsarten und vieles mehr in einem separaten Großhändlerbereich anzuzeigen und zu implementieren. 

Vorteile:

  • Alle Kunden können in einem Shop einkaufen
  • Der Shop hat ein einheitliches Design
  • Die Lagerbestände sind einheitlich 

Nachteile:

  • Es sind Apps (Erweiterungen) notwendig die kostenpflichtig sind
  • Unterschiedlich Behandlung der Kunden im Checkout (außer Shopify Plus)
  • Rechtstexte müssen separat berücksichtigt werden
  • Eventuell manuelle Anpassungen durch Entwickler erforderlich

Konzept 2: Ein reiner B2B-Shop

Bei diesem Konzept betreibst Du einen eigenen Shop nur für Deine B2B-Aktivitäten. Dies macht vor allen Dingen dann Sinn, wenn Du mehrere Marken als Wiederverkäufer vertreibst. 

Die Kosten

Doch beachte hier auch, dass Deine Fixkosten steigen. Du musst einen separaten Shop betreiben, welcher jedoch auch zusätzliche Kosten produziert. Dazu zählt zum Beispiel das Theme, was Du am anfangen kaufen musst und die Apps welche laufende Kosten erzeugen.

Administration und Lagerbestand

Ein weiterer Punkt ist der Lagerbestand. Wenn Du mehrere Shops mit gleichen Produkten betreibst, musst Du natürlich die Lagerbestände synchron halten. Das kannst Du bei Shopify auch mit Hilfe von Apps realisieren. Der Aufwand der Administration steigt somit auch an, da Du ja einen weiteren Shop separat betreibst. Daher entstehen zum Beispiel weitere Kundenlisten und buchhalterisch ist es ein Mehraufwand

Vorteile:

  • Komplette Trennung von B2B- und B2C-Kunden
  • Keine manuellen Anpassungen durch einen Entwickler notwendig
  • Es sind keine Apps notwendig um Preise und andere Faktoren zu trennen.
  • Rechtstexte können voll auf B2B ausgerichtet werden.
  • Der Shop kann bei Bedarf nur Großkunden zugänglich gemacht werden.

Nachteile:

  • Lagerbestände müssen synchron gehalten werden
  • Doppelter Aufwand und zusätzliche Kosten. Ggf. kann sogar ein ERP-System notwendig werden.

Konzept 3: Shopify Plus und Whole Sales Channel

Wenn Du Nutzer von Shopify Plus bist, kannst Du bei den Verkaufskanälen den Whole Sales Channel hinzufügen. Diesen kann man so konfigurieren, dass aus Deinem bestehenden B2C-Shop ein separater B2B-Shop betrieben werden kann. Shopify Plus kostet allerdings in der monatlichen Grundgebühr mehr und macht aus dieser Sicht erst Sinn, wenn Du schon gut verkaufst.

Hier kannst Du den Checkout an die Kundengruppen anpassen, kannst dementsprechend unterschiedliche Zahlungsarten anbieten. Außerdem ist hier eine unterschiedliche Preisgestaltung ohne Probleme möglich.

Vorteile:

  • B2C und B2B-Shop in einem
  • Preisgestaltung kann getrennt behandelt werden
  • Getrennte Registrierung möglich

Nachteile:

  • Shop-Design nur eingeschränkt anpassbar
  • Nur mit Shopify Plus möglich und somit zusätzlichen Gebühren verbunden
  • Die im Vorfeld genannten Apps für die Anpassung sind nicht nutzbar

Fazit: B2B & B2C mit Shopify

Einen B2B-Shop zusammen mit B2C zu betreiben ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Allerdings sind die Chancen enorm, Deine Umsätze auch für den Großhandel zu steigern. 

Natürlich richtet sich Dein Setup sehr nach Deinem Geschäftsmodell und den Anforderungen Deiner Kunden aus. Mit Shopify, was nicht nur als reines B2C-System, sondern auch als B2B Onlineshop Software einsetzbar ist, ist es möglich, verschiedene Szenarien zu realisieren. Dies erfordert jedoch den Einsatz von Apps oder aber auch einer eventuellen Anpassung des Codes. 

Hast Du Fragen bezüglich Shopify und dem Aufbau Deines Shops? Dann melde Dich gerne bei mir und vereinbare jetzt ein persönliches Gespräch mit mir!

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