GEPRÜFT AM 23.09.2026. ZAHLEN AUS DREI LAUFENDEN PARTNERPROGRAMMEN.
Affiliate-Marketing für Onlineshops: was der Kanal kostet und welcher Partner ihn verdient
In einem von uns betreuten Programm kamen 61,7 Prozent der Affiliate-Bestellungen von Kunden, die den Shop bereits kannten. Das ist kein Argument gegen den Kanal. Es ist das Argument dafür, ihn zu steuern.
KURZE ANTWORT
Affiliate zahlt erst nach dem Verkauf. Das macht ihn zu einem der wenigen Kanäle ohne Vorleistung und ist der Grund, warum er für Onlineshops funktioniert. Die Frage ist deshalb nicht, ob Sie Affiliate machen sollten, sondern welcher Partner welchen Beitrag leistet. Diese Antwort steht nicht im Netzwerk, sondern in Ihrem Shop.
Autor: Florian Müller
Gründer und Geschäftsführer der ecom flow GmbH. Seit 2020 Shopify-Projekte für inhabergeführte Shops im DACH-Raum.
Die kurze Antwort
Affiliate-Marketing lohnt sich für Onlineshops, wenn Sie den Beitrag je Partner messen können. Der Kanal kostet Sie nur im Erfolgsfall, er bringt Reichweite, die Sie nicht selbst aufbauen müssen, und er liefert in unseren Programmen Kunden mit überdurchschnittlichem Warenkorb. Die Kosten bestehen aus zwei Teilen, der Provision für den Partner und der Gebühr für das Netzwerk, und nur der erste Teil ist im Programm sichtbar. Wirtschaftlich entschieden wird der Kanal an einer einzigen Frage: Wie viele der vermittelten Bestellungen wären ohne den Partner auch gekommen? Wer diese Frage beantworten kann, steuert. Wer sie nicht beantworten kann, kürzt irgendwann pauschal und verliert dabei zuerst die guten Partner.
In eigener Sache
Wir sind Partei, deshalb steht das hier oben. ecom flow ist Shopify-Partner des Affiliate-Netzwerks ADCELL. Wir empfehlen den Kanal, wir richten Programme ein, und wir verdienen daran, wenn ein Shop uns mit der Auswertung beauftragt. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus Programmen, die wir selbst betreuen.
Wovon wir abraten. Wenn Ihr Shop unter etwa einer Million Euro Jahresumsatz liegt, wenige Bestellungen im Monat hat oder keine Wiederkäufe kennt, trägt der Aufwand für ein gesteuertes Programm nicht. Dann ist Affiliate nicht falsch, aber Sie führen es mit Standardkonditionen und schauen einmal im Jahr darauf. Auch wenn Ihre Marge unter der üblichen Provisionshöhe liegt, ist der Kanal für Sie rechnerisch geschlossen, und daran ändert keine Optimierung etwas.
Was der Kanal wirklich kostet
Affiliate kostet Sie zweimal, und nur eine der beiden Zahlen sehen Sie im Programm. Die erste ist die Provision für den Partner, die zweite die Gebühr des Netzwerks. Bei ADCELL gilt seit dem Partnergespräch vom 16.06.2026 folgende Logik, die wir hier veröffentlichen dürfen: Ab sieben Prozent Publisher-Provision berechnet das Netzwerk zusätzlich 30 Prozent relativ auf diese Provision. Aus sieben Prozent werden also 9,1 Prozent Gesamtkosten, aus acht Prozent 10,4 Prozent. Liegt die Publisher-Provision unter sieben Prozent, kommen stattdessen zwei Prozentpunkte fix obendrauf, aus vier Prozent werden also sechs Prozent.
Gesamtkosten je Provisionssatz
| Publisher-Provision | Netzwerkgebühr | Gesamtkosten |
|---|---|---|
| 8 Prozent | plus 2,4 Prozentpunkte | 10,4 Prozent |
| 7 Prozent | plus 2,1 Prozentpunkte | 9,1 Prozent |
| 4 Prozent | plus 2,0 Prozentpunkte fix | 6,0 Prozent |
| 0,5 Prozent | plus 2,0 Prozentpunkte fix | 2,5 Prozent |
Quelle: ADCELL, Partnergespräch vom 16.06.2026.
FÜR IHRE KALKULATION
Was das für Ihre Kalkulation heißt. Rechnen Sie nie mit der Zahl, die im Programm steht. Rechnen Sie mit den Gesamtkosten je Bestellung, und legen Sie die gegen Ihren Deckungsbeitrag, nicht gegen den Umsatz. In einem der von uns betreuten Shops liegt der Rohertrag bei rund 70 Prozent, nach Logistik und Zahlungsabwicklung bleiben rund 50 Prozent. Erst gegen diese 50 Prozent ergibt eine Provision von zehn Prozent überhaupt eine Aussage.
Die Höhe der Provision ist kein Naturgesetz, sondern eine Verhandlung über Aufmerksamkeit. Als Orientierung nennt ADCELL rund 30 bis 50 Euro, die bei einem Bestellwert von 500 Euro beim Partner hängenbleiben sollten, das entspricht etwa acht bis zehn Prozent. Bei hohen Warenkörben ist eine Staffelung nach Bestellwert der bessere Weg als ein fester Prozentsatz. In den vier Konditionsmodellen des von uns ausgewerteten Programms lagen die Sätze bei fünf, zehn, 15 und 20 Prozent, gestaffelt nach Partnertyp.
Die entscheidende Unterscheidung
Ein vermittelter Verkauf ist nicht dasselbe wie ein gewonnener Kunde. Das Netzwerk zeigt Ihnen, wer die letzte Station vor dem Kauf war. Es kann Ihnen nicht zeigen, ob dieser Kunde ohne die Station auch gekauft hätte. Genau in dieser Lücke entscheidet sich, ob Ihr Programm Wachstum kauft oder Bestellungen bezahlt, die ohnehin gekommen wären.
Die Zahl, an der das sichtbar wird. In dem von uns betreuten Programm von omega3zone lagen im Zeitraum ab Mai 2026 61,7 Prozent der Affiliate-Bestellungen bei Kunden, die bereits Kunde waren, 457 von 741 Transaktionen. Neu waren 38,3 Prozent. Beide Werte haben wir unabhängig über die Bestellhistorie im Shop gegengeprüft, sie stimmen überein.
Warum das kein Vorwurf ist. Ein Bestandskunde, der über einen Partner zurückkommt, hat einen Wert, besonders wenn er keinen Newsletter bekommt und über keinen anderen Kanal erreichbar ist. Der Punkt ist ein anderer: Für einen Kunden, den Sie schon haben, zahlen Sie denselben Satz wie für einen, den Sie neu gewinnen. Das ist eine Entscheidung, die Sie treffen können, sobald Sie die Zahl kennen.
Wie die Abrechnung technisch läuft
Die Abrechnung hängt an drei Punkten, und alle drei können Sie prüfen. Erstens der Wert, der gemeldet wird. Gemeldet werden muss der Nettowert nach Rabatt und ohne Versand. Zweitens der Zeitpunkt: Die Provision wird zunächst als offen geführt und nach einer Freigabefrist endgültig. Drittens die Zuordnung, also welcher Partner den Verkauf bekommt.
Prüfen Sie, ob zwei Wege parallel laufen. Wenn neben der App des Netzwerks noch ein eigenes Tracking eingebaut ist, meldet Ihr Shop dieselbe Bestellung unter Umständen doppelt. Das fällt in der Abrechnung nicht auf, in Ihren Zahlen aber schon.
Prüfen Sie die Freigabefrist gegen Ihre Retourenfrist. Wenn Ihre Kunden 30 Tage Rückgaberecht haben, die Provision aber nach 14 Tagen endgültig freigegeben wird, zahlen Sie systematisch auf Ware, die noch zurückkommen kann. Das ist keine Fehlfunktion des Netzwerks, sondern eine Einstellung, die zu Ihrem Sortiment passen muss.
Zwei Vermutungen, die sich nicht bestätigt haben
Zwei Verdachtsmomente hören wir von Shopbetreibern immer wieder. Wir haben beide an drei laufenden Programmen geprüft, keiner hat sich bestätigt.
Der erste: Das Netzwerk rechne die Provision auf den Warenkorb vor Abzug des Gutscheins. Nicht bestätigt. In einem Programm stimmten 742 von 742 Transaktionen aus dem Abrechnungsexport für das vierte Quartal 2025 zwischen ursprünglichem und tatsächlichem Warenkorb überein, in einem zweiten 99,36 Prozent, im dritten gab es unter 84 Rabattbestellungen keinen einzigen Treffer für den Wert vor Rabatt.
Der zweite: Die App wende einen pauschal hinterlegten Steuersatz an. Ebenfalls nicht bestätigt. Über die 1.745 im Jahr 2026 verknüpften Transaktionen liegt der Median exakt bei sieben Prozent und damit beim tatsächlichen Steuersatz des Shops, auch bei Auslandslieferungen und gemischten Warenkörben.
Warum wir das schreiben. Beide Punkte sorgen für Misstrauen gegenüber dem Kanal. Sie sind ausgeräumt. Geld verlieren Shops an einer anderen Stelle, und die kommt jetzt.
HINWEIS ZUR EIGENPRÜFUNG
Rechnen Sie den Steuersatz immer gegen den tatsächlichen Mischsatz der Bestellung, also ausgewiesene Steuer geteilt durch den Nettobetrag. Der Vergleich gegen den Nominalsatz einer einzelnen Position führt bei gemischten Sortimenten zwangsläufig zu einem falschen Ergebnis.
Retouren und Stornos, die Stelle mit dem Geld
Affiliate-Netzwerke rechnen auf dem Bestellwert ab, der im Moment des Kaufs gilt. Was danach passiert, muss Ihr Shop zurückmelden. Dafür gibt es eine Schnittstelle. Nur bedient sie im Alltag oft niemand, weil sie täglich anfällt und jede einzelne Bestellung betrifft.
Die Zahl aus einem von uns geprüften Shop. In zwölf Monaten kamen dort 10.762 Bestellungen über den Affiliate-Kanal. 300 davon wurden retourniert oder storniert, das sind 2,79 Prozent. Im Programm als Storno erfasst war davon genau eine. Die Provision auf diese Bestellungen lag bei 723,54 Euro im Jahr, inklusive Netzwerkanteil.
So rechnen Sie Ihren eigenen Wert. Affiliate-Warenkorb mal Retourenquote mal Provisionsquote inklusive Netzwerkanteil. Ein Shop mit 650.000 Euro Affiliate-Warenkorb, zwei Prozent Retouren und fünf Prozent Provision liegt bei rund 650 Euro im Jahr. Derselbe Shop mit 30 Prozent Retouren liegt bei rund 9.800 Euro. Dazu kommt Arbeitszeit: Eine manuelle Rückmeldung dauert erfahrungsgemäß rund sechs Minuten, bei 300 Fällen sind das 30 Stunden im Jahr.
WO DER HEBEL KLEIN IST
Wo der Hebel klein ist, sagen wir das. In Sortimenten, in denen kaum etwas zurückgeht, bewegt die Rückmeldung wenig. Und es gibt Shopbetreiber, die bewusst nicht stornieren, weil die Werbeleistung erbracht wurde. Beides ist vertretbar. Dann liegt Ihr Hebel woanders, nämlich bei der Bewertung der Partner.
Gutscheinportale, und die Frage, die dahinter steht
Gutscheinportale sind der am meisten diskutierte Partnertyp, und die Diskussion wird meist ohne Zahlen geführt. Der Vorwurf lautet, sie schöpften Bestellungen ab, die ohnehin gekommen wären. Die Gegenrede lautet, sie retteten abbrechende Warenkörbe. Beides kann stimmen, in Ihrem Shop stimmt genau eines davon.
Was wir gemessen haben. In einem Programm trugen bei der größten Gutscheinseite 75,9 Prozent der vermittelten Bestellungen einen Rabattcode. Von 184 Einlösungen eines hauseigenen Codes, der nie öffentlich beworben wurde, liefen 152 über diesen einen Partner. Der Code war auf Gutscheinseiten gelandet.
Was daraus folgt, und was nicht. Daraus folgt nicht, dass der Partner unseriös arbeitet. Codes verbreiten sich, das ist strukturell und betrifft viele Shops. Daraus folgt, dass dieser Partner doppelt kostet, nämlich Rabatt und Provision, und dass beide Positionen getrennt ausgewiesen werden müssen. Rechnet man nur die Provision, sieht dieser Partnertyp systematisch besser aus, als er ist.
DIE GEZOGENE KONSEQUENZ
Die Konsequenz, die ein Shopbetreiber daraus gezogen hat. In dem genannten Programm wurde die Bestandskundenprovision im Gutscheinsegment halbiert, die Neukundenprovision blieb unverändert, und der hauseigene Code wurde beendet. Umverteilen statt kürzen, das ist der Unterschied. Wer pauschal kürzt, verliert die guten Partner zuerst.
Welcher Partner Ihren Kanal trägt
In einem Programm mit 165 eingebuchten Partnern haben 27 überhaupt Umsatz gebracht. Die acht größten machten 82 Prozent aller Affiliate-Bestellungen. Ein Programm ist also kein Netzwerk von hunderten Partnern, sondern eine Handvoll, die trägt, und ein langer Rest, der verwaltet werden will.
Die Partnertypen unterscheiden sich in dem, was sie liefern. Gutscheinseiten bringen Volumen, oft am Ende der Kaufentscheidung. Preisvergleiche bringen Käufer mit klarer Absicht. Retargeting-Partner bringen Besucher zurück, die Sie zuvor über andere Kanäle teuer eingekauft haben, und genau deshalb lohnt hier der zweite Blick: Ein Kunde, den Sie über Suchmaschinen oder soziale Netzwerke bezahlt haben und den ein Partner zurückbringt, wird zweimal bezahlt. Content-Partner bringen die wenigsten Bestellungen und die besten Kunden.
Was Sie dafür brauchen. Die Zuordnung muss in Ihrem Shop ankommen, nicht nur im Netzwerk. Wenn der vermittelnde Partner als Bestellmerkmal im Shop steht, können Sie ihn mit allem verknüpfen, was Sie dort ohnehin messen: Wiederkauf, Kundenwert, Segmente. Erst dann lässt sich sagen, welcher Partner Kunden bringt und welcher Bestellungen.
BEFUND AUS DEM KANAL
Ein Befund, der für den Kanal spricht. In demselben Programm lag die Retourenquote der Affiliate-Bestellungen bei 0,27 Prozent gegenüber 2,58 Prozent im restlichen Shop, der durchschnittliche Bestellwert bei 99,13 Euro gegenüber 74,31 Euro. Die Kundenqualität aus dem Kanal ist also nicht das Problem. Der offene Punkt liegt bei den Konditionen.
Netzwerk oder eigenes Programm
Drei Wege, und keiner ist für alle richtig. Über ein Netzwerk erreichen Sie sofort viele Partner, zahlen dafür die Netzwerkgebühr und bekommen Abrechnung, Tracking und Partnerverwaltung mitgeliefert. Ein eigenes Programm über eine App spart die Gebühr, verlangt aber, dass Sie Partner selbst gewinnen, prüfen und auszahlen. Kein Affiliate ist die richtige Entscheidung, wenn Ihre Marge den Satz nicht trägt oder Ihr Sortiment keine Wiederkäufe kennt.
Hat das Netzwerk Partner in Ihrer Nische?
JaDann zählt genau dieser Partnerbestand, nicht die Gesamtzahl der Partner. Sehen Sie nach, welche Typen dort vertreten sind: Gutscheinseiten, Preisvergleiche, Retargeting, Content.
NeinDann bringt Ihnen eine große Gesamtzahl wenig. Fragen Sie vor der Entscheidung nach Referenzen aus Ihrer Warengruppe.
Lassen sich Neu- und Bestandskunden getrennt vergüten?
JaDann können Sie den Beitrag je Partner gezielt honorieren und umverteilen, statt pauschal zu kürzen.
NeinDann zahlen Sie für einen Kunden, den Sie schon haben, denselben Satz wie für einen neuen. Das können Sie so entscheiden, Sie sollten es nur wissen.
Passt die Freigabefrist zu Ihrer Retourenfrist?
JaDann bleibt Ihnen Zeit, Retouren und Stornos zurückzumelden, bevor die Provision endgültig wird.
NeinDann zahlen Sie systematisch auf Ware, die noch zurückkommen kann. Lassen Sie die Frist an Ihr Sortiment anpassen.
Kommen Sie an einen Transaktionsexport?
JaDann können Sie die Rohdaten gegen Ihre Bestellungen legen und jede Zahl aus diesem Artikel in Ihrem eigenen Shop nachrechnen.
NeinDann bleibt Ihnen nur die Sicht des Netzwerks. Klären Sie den Zugang zu den Rohdaten, bevor Sie sich entscheiden.
Ohne diesen Export können Sie nichts von dem prüfen, was in diesem Artikel steht. Wonach Sie ein Netzwerk auswählen, entscheidet sich deshalb zuletzt an einer sehr praktischen Frage: Kommen Sie an Ihre eigenen Zahlen?
Drei Irrtümer
„Affiliate kostet nichts, es zahlt sich ja nur im Erfolgsfall.“ Es kostet im Erfolgsfall, und der Erfolgsfall ist nicht immer einer. Provision plus Netzwerkgebühr plus möglicher Rabatt, gerechnet gegen den Deckungsbeitrag, ist die ehrliche Zahl.
„Das Netzwerk müsste doch merken, wenn etwas zurückgeht.“ Kann es nicht. Es kennt den Bestellwert im Moment des Kaufs. Alles danach passiert in Ihrem Shop, und nur Ihr Shop kann es zurückmelden.
„Wir haben 160 Partner, das läuft.“ In der Regel tragen weniger als zehn. Der Rest ist Verwaltung. Die Frage ist nicht, wie viele Partner Sie haben, sondern welche fünf Sie besser stellen sollten.
Häufige Fragen
Wie viel Provision zahlt man als Shopbetreiber im Affiliate-Marketing?
Üblich sind je nach Sortiment und Partnertyp fünf bis 20 Prozent auf den Nettowarenkorb. Dazu kommt die Netzwerkgebühr. Bei ADCELL sind das ab sieben Prozent Publisher-Provision zusätzlich 30 Prozent relativ, unter sieben Prozent zwei Prozentpunkte fix. Aus zehn Prozent werden so 13 Prozent Gesamtkosten. Stand 16.06.2026.
Lohnt sich Affiliate-Marketing für einen Onlineshop?
Ja, wenn Ihre Marge den Gesamtsatz trägt und Sie den Beitrag je Partner messen können. In den von uns betreuten Programmen liegt der Anteil am Shopumsatz bei rund 20 Prozent, der Warenkorbwert über dem Shopdurchschnitt und die Retourenquote deutlich darunter.
Muss ich Retouren im Affiliate-Marketing stornieren?
Ja, und zwar vor Ablauf der Freigabefrist. Danach ist die Provision endgültig. In einem von uns geprüften Shop waren von 300 retournierten Affiliate-Bestellungen genau eine im Programm als Storno erfasst.
Wie erkenne ich, ob ein Partner echte Neukunden bringt?
Indem die Partnerzuordnung als Merkmal an der Bestellung in Ihrem Shop landet. Dann sehen Sie Erstbestellung, Wiederkauf und Kundenwert je Partner. Im Netzwerk allein sehen Sie nur den vermittelten Verkauf.
Lohnen sich Gutscheinportale?
Das hängt von Ihrem Shop ab. Prüfen Sie zwei Zahlen: den Anteil der vermittelten Bestellungen mit Rabattcode und die Frage, ob Ihre eigenen Codes auf Gutscheinseiten auftauchen. Liegt beides hoch, zahlen Sie zweimal für dieselbe Bestellung.
Kann ich Neu- und Bestandskunden unterschiedlich vergüten?
Ja, wenn das Netzwerk die Unterscheidung technisch unterstützt. Bei ADCELL ist das über getrennte Ereignisse möglich. Das ist der wirksamste Hebel, wenn ein großer Teil Ihrer Affiliate-Bestellungen von Bestandskunden kommt.
Wie viele Partner braucht ein Programm?
Weniger als Sie denken. In einem von uns ausgewerteten Programm brachten 27 von 165 Partnern überhaupt Umsatz, acht davon 82 Prozent der Bestellungen.
Was kostet der Einstieg?
Das hängt vom Netzwerk ab und gehört in Ihr Angebot, nicht in einen Ratgeber. Achten Sie darauf, dass Sie Gesamtkosten je Bestellung vergleichen und nicht nur die sichtbare Provision.
Quellen und Prüfkorpus
Tabelle 1, Prüfkorpus
| Kriterium | Ergebnis |
|---|---|
| Konkrete Zahlen | 5 von 8 |
| Quelle je Zahl | 0 von 8 |
| Abrufdatum | 0 von 8 |
| Retouren und Stornos | 2 von 8 |
| Umattribution | 1 von 8 |
| Deckungsbeitrag oder Kundenwert | 1 von 8 |
| Befangenheit offengelegt | 6 von 8 |
Prüfkorpus: acht deutschsprachige Seiten zu Affiliate-Marketing für Onlineshops, ausgelesen am 23.09.2026, Kriterien und Auszählung.
Tabelle 2, eigene Datenbasis
| Programm | Umfang |
|---|---|
| Grundgesamtheit | Drei laufende ADCELL-Programme in Shopify-Shops, ausgewertet zwischen April und September 2026. |
| Programm 1 (omega3zone, mit Freigabe genannt) | 1.767 Transaktionen aus der Abrechnung, davon 741 ab Mai 2026 für die Neu- und Bestandskundenanalyse, gegen 16.555 Shopify-Bestellungen. |
| Programm 2 | 10.762 Affiliate-Bestellungen über zwölf Monate bis August 2026. |
| Programm 3 | 223 Transaktionen als Gegenprobe ohne eigene Werkzeuge. |
Methode: ADCELL-Transaktionsexport gegen Shopify-Bestellexport desselben Zeitraums, verknüpft über die Bestellnummer.
TABELLE 3, PRIMÄRQUELLEN
Konditionslogik ADCELL aus dem Partnergespräch vom 16.06.2026.
Änderungsprotokoll: 23.09.2026, Erstveröffentlichung. Wir prüfen diesen Artikel nach, sobald sich Konditionen oder Abrechnungsregeln der genannten Netzwerke ändern, und tragen das Ergebnis hier ein, auch wenn sich nichts geändert hat.
Sie wollen wissen, welcher Partner Ihren Kanal wirklich trägt?
Die Zahlen in diesem Artikel stammen aus Programmen, die wir betreuen. Wenn Sie wissen wollen, wie die Werte in Ihrem Shop aussehen, schauen wir gemeinsam auf Ihr Programm. Fünfzehn Minuten, ohne Verpflichtung.
Florian Müller
Gründer und Geschäftsführer der ecom flow GmbH