RATGEBER · ZULETZT GEPRÜFT AM 15.08.2026
Shopsystem-Vergleich: vier Fragen, an denen die Entscheidung wirklich hängt
Wir haben die acht deutschsprachigen Seiten ausgewertet, die zu diesem Vergleich auf Seite eins stehen. Eine von acht datiert ihre Preisangaben, eine belegt sie, und keine einzige fragt, ob das System den zweiten Kauf trägt. Verglichen wird der Start. Bezahlt wird der Betrieb.
Kurzantwort
Es gibt kein bestes Shopsystem. Es gibt vier Fragen, deren Antworten die Auswahl entscheiden: Wer betreibt das System technisch, was kostet der Betrieb über drei Jahre, was verlangt der deutsche Rechtsrahmen, und was passiert bei der zweiten Bestellung. Wer diese vier beantwortet, braucht keine Testnote.
Autor: Florian Müller
Gründer und Geschäftsführer der ecom flow GmbH. Seit 2020 Shopify-Projekte für inhabergeführte Shops im DACH-Raum.
KURZ UND VOLLSTÄNDIG
Die kurze Antwort
Alle fünf Systeme in diesem Vergleich können einen Shop ab einer Million Euro Jahresumsatz tragen. Der Unterschied liegt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Frage, wer die Arbeit macht, die im Hintergrund anfällt, und was diese Arbeit kostet. Bei Shopify zahlen Sie eine Miete und bekommen Betrieb, Sicherheit und Updates dafür. Bei Shopware, WooCommerce, JTL und Magento zahlen Sie weniger Miete oder gar keine und übernehmen diese Aufgaben selbst oder kaufen sie einzeln ein.
Deshalb beginnt dieser Vergleich nicht mit Funktionslisten, sondern mit vier Fragen. Wer sie beantwortet, hat die Entscheidung getroffen, ohne dass jemand ihm eine Note vorrechnet.
Alle Preisangaben stammen aus den Primärquellen im Abschnitt Quellen und Prüfkorpus, abgerufen am 14. und 15.08.2026.
BEFANGENHEIT
In eigener Sache, bevor Sie weiterlesen
Wir sind nicht neutral. Die ecom flow GmbH ist Shopify-Partner und verdient Geld an Migrationen zu Shopify. Sie lesen also einen Vergleich von jemandem, der eine der fünf Antworten verkauft. Deshalb steht in diesem Artikel jede Zahl mit Quelle und Abrufdatum, deshalb vergeben wir keine Note, und deshalb steht weiter unten ausdrücklich, wann Shopware, WooCommerce, JTL oder Magento die bessere Wahl sind.
Im Prüfkorpus lässt jede der acht Seiten ein eigenes Interesse erkennen, als Hersteller, als Agentur, als Zahlungsanbieter oder über Partnerlinks zu den bewerteten Anbietern. Ausdrücklich offen legt es nur eine: Shopware schreibt im eigenen Vergleich, der Beitrag sei nicht als objektiver Testbericht zu verstehen, sondern als redaktionell aufbereitete Gegenüberstellung mit werblichen Elementen, und kennzeichnet den eigenen Eintrag als Eigenvorstellung. Ausgerechnet der Hersteller, der im eigenen Beitrag an erster Stelle steht, ist damit der ehrlichste im Feld.
Wir raten ab, wenn eine dieser Bedingungen zutrifft. Erstens: Ihr System läuft stabil, ist aktuell, und Ihr Problem ist die Nachfrage. Zweitens: Sie haben eine feste technische Betreuung, die Sie bereits bezahlen. Drittens: Ihre Prozesse hängen an einer Warenwirtschaft, die bleiben soll. Dann ist die Systemfrage nicht Ihre wichtigste Frage.
Wenn Sie zuerst wissen wollen, wo Ihr Umsatz tatsächlich verloren geht, ist unser datenbasierter Entscheidungsraum der ehrlichere erste Schritt als ein Migrationsangebot.
Unser Maßstab
Wachstum entsteht beim zweiten Kauf. Ein Systemwechsel ist ein Mittel, kein Ziel. Wenn die Zahlen den Wechsel nicht tragen, sagen wir das.
Auszählung des Prüfkorpus, acht Seiten, abgerufen am 15.08.2026. Offenlegung von Shopware: www.shopware.com/de/news/shopsysteme-vergleich, abgerufen am 15.08.2026.
METHODE
Warum hier fünf Systeme stehen und nicht vierzehn
Die Seite, die auf Platz eins steht, vergleicht vierzehn Systeme an 215 Kriterien. Andere Seiten im selben Prüfkorpus stellen vier, fünf oder acht Systeme gegenüber. Je länger die Liste, desto weniger Aussage steht dahinter, weil ein Baukasten für zwanzig Produkte und eine Enterprise-Plattform für internationale Konzerne nicht dieselbe Frage beantworten.
Unsere Auswahl. Wir vergleichen Shopify, Shopware, WooCommerce, JTL sowie Magento und Adobe Commerce. Das sind die fünf Systeme, die in unseren Projekten bei inhabergeführten Shops im deutschsprachigen Raum tatsächlich vorkommen.
Was bewusst fehlt. Baukästen wie Wix, Jimdo und IONOS stehen nicht in diesem Vergleich. Sie sind für kleine Sortimente gebaut und geraten bei Shops ab etwa einer Million Euro Jahresumsatz an Grenzen, die sich nicht durch Zubuchen lösen lassen. Wer dort startet, trifft eine andere Entscheidung als die, um die es hier geht.
Und keine Note. Wir vergeben keine Schulnote und küren keinen Testsieger. Warum, steht weiter unten im Abschnitt zur Testsieger-Logik.
Auszählung des Prüfkorpus, acht Seiten, abgerufen am 15.08.2026.
FRAGE EINS
Wer betreibt das System technisch
Das ist die Frage, die den größten Kostenblock bewegt, und sie kommt in den geprüften Vergleichen fast nur als Nebensatz vor. Jedes Shopsystem braucht Server, Updates, Sicherheitspatches und jemanden, der eingreift, wenn ein Update etwas bricht. Der Unterschied ist nur, ob das im Preis enthalten ist oder auf Ihrer Seite anfällt.
Enthalten. Bei Shopify sind Hosting, unbegrenzte Bandbreite und ein kostenloses TLS-Zertifikat in der Miete enthalten, und Shopify betreibt die Plattform selbst, einschließlich Sicherheit und einer PCI-DSS-Zertifizierung auf Level 1. Sie können den Betrieb nicht selbst übernehmen, aber Sie müssen es auch nicht.
Ihre Aufgabe. Bei WooCommerce, bei der Shopware Community Edition, beim selbst gehosteten JTL-Shop und bei Magento Open Source liegen Server, Updates und Sicherheit bei Ihnen. Wie groß diese Aufgabe ist, lässt sich beziffern: Patchstack zählt für das Jahr 2025 insgesamt 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Umfeld, 42 Prozent mehr als im Vorjahr. 91 Prozent davon stecken in Plugins, sechs Schwachstellen entfielen auf den Kern selbst, die Patchstack als Probleme geringer Priorität einordnet. Das ist kein Argument gegen WordPress, es ist die Größenordnung der Pflegeaufgabe eines zusammengesetzten Systems.
Dazwischen. JTL bietet das Hosting des eigenen Shops für 29 Euro im Monat je Shop an. Shopware bietet die bezahlten Editionen mit definierten Service-Reaktionszeiten an, acht Stunden bei Rise und vier bei Evolve, jeweils montags bis freitags, und eine Stunde bei Beyond. Beides verschiebt einen Teil der Aufgabe zurück zum Anbieter, gegen Geld.
Die Frage hinter der Frage
Haben Sie jemanden, der Ihr System aktuell hält, und was kostet diese Person im Jahr? Solange diese Zahl fehlt, ist jeder Preisvergleich unvollständig.
Shopify-Leistungsumfang: www.shopify.com/de/preise, abgerufen am 14.08.2026. JTL-Hosting: www.jtl-software.com/de/shop-software, abgerufen am 14.08.2026. Shopware-Reaktionszeiten: www.shopware.com/de/preise, abgerufen am 15.08.2026. Schwachstellenzahlen: patchstack.com/whitepaper/state-of-wordpress-security-in-2026, Berichtsjahr 2025, abgerufen am 14.08.2026.
FRAGE ZWEI
Was der Betrieb wirklich kostet
Hier stehen die Listenpreise der fünf Systeme mit Quelle und Abrufdatum. Eine Endsumme steht nicht hier, weil sie ohne Ihre Auftragsmenge, Ihren Zahlartenmix und Ihre Betreuungssituation falsch wäre. Im Prüfkorpus beziffern zwei von acht Seiten die laufenden Kosten über die Systemmiete hinaus.
Lizenz und Miete, abgerufen am 14. und 15.08.2026
| System | Einstieg | Mittelstufe | Oberes Ende | Stand |
|---|---|---|---|---|
| Shopify | Basic 36 € im Monat, jährlich 27 € | Grow 105 beziehungsweise 79 € | Advanced 384 beziehungsweise 289 €, Plus ab 2.100 € bei drei Jahren Laufzeit | 14.08.2026 |
| Shopware | Community Edition 0 € | Rise ab 600 € im Monat, exkl. MwSt. | Evolve ab 2.400 € im Monat, exkl. MwSt., Beyond individuell | 15.08.2026 |
| WooCommerce | Plugin 0 € | Erweiterungen 29 bis 299 Dollar im Jahr je Erweiterung | kein Herstellerpreis für Betrieb, Woo Express eingestellt | 14.08.2026 |
| JTL | JTL Start 0 € | JTL Advanced ab 99 € im Monat | JTL Pro ab 329 € im Monat, Enterprise auf Anfrage, Shop-Hosting 29 € im Monat je Shop | 14.08.2026 |
| Magento und Adobe Commerce | Magento Open Source 0 € | kein öffentlicher Listenpreis | Adobe Commerce nur nach Vertriebsgespräch | 15.08.2026 |
Shopware weist seine Preise ausdrücklich exklusive Mehrwertsteuer aus. JTL nennt zu Advanced und Pro je zwei Beträge, 99 und 119 Euro beziehungsweise 329 und 369 Euro, abhängig von der Vertragslaufzeit, und weist nicht aus, ob es Netto- oder Bruttopreise sind. Die WooCommerce-Preise stehen in US-Dollar. Adobe führt für Adobe Commerce zwar eine Preisseite, nennt darauf aber keinen Betrag, sondern nur eine Kontaktaufnahme, deshalb setzen wir hier keine Zahl ein. Für die Shopware Community Edition gilt seit dem 24.03.2025 eine Fair Usage Policy: Wer damit mehr als eine Million Euro Warenwert im Jahr erzielt, muss auf Rise, Evolve oder Beyond wechseln, um Zugang zu Shopware Account und Store zu behalten, die Open-Source-Lizenz bleibt davon unberührt. Mehr dazu in unserem Vergleich von Shopify und Shopware.
Die Posten, die in der Miete nicht stecken, abgerufen am 14.08.2026
| Posten | Betrag | Gilt für |
|---|---|---|
| Zahlungsgebühr Shopify Payments | 2,1 Prozent plus 0,30 € in Basic, 1,8 Prozent in Grow, 1,6 Prozent in Advanced | Shopify |
| Zusatzgebühr bei externem Zahlungsanbieter | 2 Prozent in Basic, 1 Prozent in Grow, 0,6 Prozent in Advanced, 0,2 Prozent in Plus | Shopify |
| Zahlungsgebühr WooPayments Deutschland | 1,50 Prozent plus 0,25 € netto, plus 2 Prozent außerhalb Europas | WooCommerce |
| Auftrag über dem Kontingent | ab 0,22 € in Start, ab 0,16 € in Advanced, ab 0,11 € in Pro | JTL |
| Rechts-Erweiterung für den deutschen Markt | Germanized Pro 85 € im Jahr, German Market 87 € im Jahr, jeweils inklusive Mehrwertsteuer | WooCommerce |
| Shop-Hosting | 29 € im Monat je Shop | JTL |
| Server, Updates und Betreuung | kein Herstellerpreis, hängt an Ihrem Dienstleister | Shopware CE, WooCommerce, Magento Open Source |
Die Marktplatz-Synchronisierung bei Shopify ist bis 50 Bestellungen im Monat frei, darüber fällt 1 Prozent an, gedeckelt bei 99 Euro im Monat. Klarna kostet bei Shopify Payments in Basic, Grow und Advanced 2,99 Prozent plus 0,35 Euro, Sofort 1,4 Prozent plus 0,25 Euro. Für Plus weist Shopify keine bezifferten Sätze aus. Auf die WooPayments-Gebühren kommen 19 Prozent Umsatzsteuer.
So rechnen Sie damit: Nehmen Sie Ihre eigene Auftragsmenge, Ihren Zahlartenmix und die Jahreskosten Ihrer technischen Betreuung, und stellen Sie die Summe über drei Jahre gegen den Nutzen, den Sie sich vom Wechsel versprechen. Wenn dieser Nutzen keine Zahl hat, ist die Rechnung noch nicht fertig.
FRAGE DREI
Was der deutsche Rechtsrahmen verlangt
Das ist die größte Lücke im gesamten Prüfkorpus. Eine von acht Seiten behandelt konkret, was ein Shop in Deutschland rechtlich braucht. Preisangabenverordnung, Grundpreis, Widerrufsrecht und Kleinunternehmerregelung kommen auf keiner der acht Seiten vor.
Bei den offenen Systemen ist es ein Produkt. Ein WooCommerce-Shop braucht für den deutschen Markt eine kostenpflichtige Rechts-Erweiterung. Germanized Pro kostet 85 Euro im Jahr für eine Domain, die Business-Stufe 119 Euro für bis zu fünf Domains. German Market kostet 87 Euro im Jahr für eine Domain bis 899 Euro für fünfzig. Beide Anbieter weisen ihre Preise inklusive Mehrwertsteuer aus, jeweils mit zwölf Monaten Updates und Support, Verlängerungen kosten weniger. Beide decken Preisauszeichnung, Grundpreis, Vorlagentexte, Rechnungen und die Kleinunternehmerregelung ab.
Bei den deutschen Systemen ist es eingebaut. Shopware und JTL sind für den deutschen Markt entwickelt worden. Die Pflichtangaben sind Teil des Systems, nicht ein Zukauf. Das ist der stärkste sachliche Vorteil dieser beiden Systeme, und er taucht in den geprüften Vergleichen kaum auf.
Und bei Shopify ist es eine Aufgabe. Shopify braucht keine kostenpflichtige Erweiterung. Die Grundpreisangabe ist in allen Online-Store-2.0-Themes enthalten, rechtliche Seiten lassen sich im System anlegen. Shopify schreibt aber selbst, dass Richtlinienvorlagen nur für englischsprachige Checkouts generiert werden, dass einzelne Generatoren zusätzlich auf Französisch, Italienisch und Spanisch verfügbar sind und dass Sie Ihre Richtlinien in jeder anderen Sprache selbst erstellen müssen. Für die Einhaltung der veröffentlichten Richtlinien sind ausdrücklich Sie verantwortlich. Wer irgendwo liest, Shopify sei abmahnsicher, liest eine Aussage, die der Anbieter so nie gemacht hat.
Der Unterschied in einem Satz
Bei den offenen Systemen kaufen Sie den deutschen Rechtsrahmen als Erweiterung und verlängern ihn jährlich. Bei den deutschen Systemen ist er eingebaut. Bei Shopify ist er Ihre Aufgabe. Kostenlos ist er nirgends.
Germanized: vendidero.de/woocommerce-germanized, abgerufen am 14.08.2026. German Market: marketpress.de/produkt/woocommerce-german-market, abgerufen am 14.08.2026. Shopify zu rechtlichen Seiten: help.shopify.com/de/manual/checkout-settings/refund-privacy-tos, abgerufen am 14.08.2026. Shopify zur Grundpreisangabe: help.shopify.com/en/manual/products/details/product-pricing/unit-pricing, abgerufen am 15.08.2026. Auszählung des Prüfkorpus, acht Seiten, abgerufen am 15.08.2026.
FRAGE VIER
Was bei der zweiten Bestellung passiert
Null von acht Seiten im Prüfkorpus nennen Wiederkauf, Bestandskunden oder Kundenwert als Auswahlkriterium für ein Shopsystem. Verglichen werden Einstieg, Design und Funktionslisten, also alles, was bis zum Start zählt. Der Umsatz eines Shops ab einer Million Euro Jahresumsatz entsteht aber nicht beim Start, sondern in den Jahren danach.
Was Sie prüfen sollten. Wie leicht legt ein Kunde ein Konto an und findet zurück hinein? Wie sauber lassen sich Kunden nach Kaufverhalten segmentieren? Wie gut hängt das System an Ihrem E-Mail-Werkzeug? Lassen sich Abonnements, Nachbestellungen oder Bundles ohne Bastelei abbilden? Und wie schnell kommen Sie an eine Wiederkaufrate, ohne einen Entwickler zu fragen?
Warum das die teuerste Frage ist. Ein System, das den zweiten Kauf schlecht unterstützt, kostet kein Geld in der Miete. Es kostet Geld in jeder Kohorte, die nicht wiederkommt. Diese Kosten stehen in keiner Vergleichstabelle, weil sie erst zwölf Monate nach der Entscheidung sichtbar werden.
Was wir hier nicht tun. Wir vergeben für diese Frage keine Punkte je System, weil sie sich nicht aus Funktionslisten beantworten lässt, sondern aus Ihren Zahlen. Was wir tun: Wir stellen die Frage, und wir sagen, woran Sie die Antwort erkennen.
Die Regel dahinter
Wachstum entsteht beim zweiten Kauf. Ein Shopsystem, das nur den ersten optimiert, ist die halbe Entscheidung.
Auszählung des Prüfkorpus, acht Seiten, abgerufen am 15.08.2026.
KURZPROFILE
Die fünf Systeme, jeweils in vier Sätzen
Kein Ranking, keine Punkte. Für jedes System steht hier, wofür es gebaut ist, was es kostet und wo es unbequem wird.
Shopify
Gehostetes Mietsystem. Betrieb, Sicherheit und Updates sind enthalten, Basic ab 36 Euro im Monat, Advanced 384 Euro, Plus ab 2.100 Euro. Unbequem wird es bei Zahlartenmix und Checkout-Anpassungen, und wer einen externen Zahlungsanbieter nutzt, zahlt zusätzlich zwischen 0,2 und 2 Prozent. Passt, wenn niemand im Haus das System technisch betreuen soll.
Zum Vergleich mit ShopwareShopware
Deutsches System mit kostenloser Community Edition und bezahlten Editionen ab 600 Euro im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer. Der deutsche Rechtsrahmen und komplexe B2B-Preislogik sind eingebaut. Unbequem wird der Betrieb der Community Edition, und seit März 2025 muss wechseln, wer damit mehr als eine Million Euro Warenwert im Jahr erzielt und Zugang zu Shopware Account und Store behalten will. Passt, wenn B2B oder ein vertraglich zugesicherter Serverstandort zählen.
WooCommerce
Plugin für WordPress, die Software selbst kostet nichts. Bezahlt werden Hosting, Erweiterungen zwischen 29 und 299 Dollar im Jahr und die deutsche Rechts-Erweiterung ab 85 Euro im Jahr. Unbequem wird die Pflege: 91 Prozent der 2025 gezählten Schwachstellen im WordPress-Umfeld steckten in Plugins. Passt, wenn Ihr Shop von Inhalten lebt und Sie eine feste technische Betreuung haben.
Zum Vergleich mit ShopifyJTL
Warenwirtschaft und Shop aus einer Familie, JTL Start kostenlos, JTL Advanced ab 99 Euro im Monat. Stark, wenn Lager, Versand und Marktplätze zusammenlaufen sollen. Unbequem wird die Auftragslogik beim Wechsel: Aufträge aus dem JTL-Shop sind kostenfrei, Aufträge aus einem fremden Shop laufen über ein kostenpflichtiges Auftragspaket. Passt, wenn die Warenwirtschaft das Herzstück ist.
Zum Ratgeber JTL-AlternativeMagento und Adobe Commerce
Magento Open Source ist frei verfügbar, für Adobe Commerce veröffentlicht Adobe keinen Listenpreis. Gebaut für große Kataloge und internationale Strukturen. Unbequem wird fast alles darunter: Betrieb, Entwicklerbedarf und Update-Aufwand sind für einen inhabergeführten Shop selten verhältnismäßig. Passt, wenn Sie ein Entwicklungsteam haben und die Anforderungen wirklich dieser Größenordnung entsprechen.
Primärquellen und Abrufdaten stehen vollständig im Abschnitt Quellen und Prüfkorpus.
ZUR TESTSIEGER-LOGIK
Warum in diesem Vergleich keine Note steht
Die Seite, die zu diesem Suchbegriff auf Platz eins steht, vergibt Schulnoten von 1,3 bis 3,4 und kürt einen Testsieger. Die Gewichtung ihrer acht Hauptkategorien legt sie offen, von den 215 Einzelkriterien veröffentlicht sie aber nur einen Auszug und keine Punktzahl je Kriterium. Auf derselben Seite liegen Partnerlinks zu mindestens neun der vierzehn bewerteten Anbieter.
Was eine Note voraussetzt. Damit eine Note etwas bedeutet, muss offen liegen, welche Kriterien mit welchem Gewicht eingehen, wann geprüft wurde und wer die Prüfung bezahlt hat. Fehlt eines davon, ist die Note eine Meinung im Gewand einer Messung.
Und warum sie hier ohnehin nicht passt. Eine Note setzt voraus, dass alle Leser dieselbe Frage stellen. Das tun sie nicht. Für einen Shop mit eigener Entwicklung ist WooCommerce eine gute Antwort und für einen Shop ohne technische Betreuung eine teure. Dieselbe Software, dieselbe Note, gegenteiliges Ergebnis.
Was stattdessen hier steht. Vier Fragen, fünf Systeme und die Angabe, welche Zahl aus welcher Quelle stammt. Die Entscheidung treffen Sie, nicht die Tabelle.
Auszählung des Prüfkorpus, acht Seiten, abgerufen am 15.08.2026.
ENTSCHEIDUNG
Für wen welches System passt
Vier Fragen, drei mögliche Ergebnisse. Beantworten Sie die Fragen der Reihe nach, nicht die Systemnamen.
Weg eins, gehostetes System.
Fragen Sie sichSoll niemand im Haus Updates, Server und Sicherheit verantworten? Kaufen Sie technische Betreuung heute schon extern ein? Ist Ihr Sortiment ohne Sonderlogik im Preis- oder Bestellprozess abbildbar?
Was folgt darausDann verlagern Sie mit einem gehosteten System kein Geld, sondern ein Risiko. Rechnen Sie die Miete und die Zahlungsgebühren aus dem Kostenabschnitt mit Ihren Zahlen durch.
Weg zwei, deutsches System mit eingebautem Rechtsrahmen.
Fragen Sie sichHängt Ihr Geschäft an B2B-Preislogik, Staffelpreisen oder Angebotsprozessen? Laufen Lager, Versand und Marktplätze über eine Warenwirtschaft, die bleiben soll? Brauchen Sie einen vertraglich zugesicherten Serverstandort?
Was folgt darausDann sind Shopware oder JTL die naheliegenden Antworten, und der Aufwand liegt im Betrieb, nicht in der Lizenz.
Weg drei, offenes System mit eigener Betreuung.
Fragen Sie sichHaben Sie einen Entwickler oder eine feste Agentur, die Updates zuverlässig einspielt? Lebt Ihr Shop überwiegend von Inhalten? Brauchen Sie Eingriffe, die tief in den Bestellprozess reichen?
Was folgt darausDann sind WooCommerce oder Magento tragfähig, und die eigentliche Aufgabe heißt Betriebsdisziplin, nicht Systemwahl.
Die Frage vor allen vieren
Wissen Sie, warum in Ihrem Shop zu wenig gekauft wird? Wenn nicht, beantworten Sie diese Frage zuerst. Eine E-Commerce-Agentur, die mit Ihren Zahlen anfängt, ist an dieser Stelle nützlicher als eine, die zuerst ein Angebot schreibt.
UMZUG
Der Wechsel: was er kostet und wo Umsatz verloren geht
Im Prüfkorpus behandelt eine von acht Seiten den Systemwechsel mit Artikeldaten, Kundenkonten, Bestellhistorie und Weiterleitungen zusammen. Genau dort entstehen die Verluste, die man erst Wochen später sieht.
Der Punkt, an dem Umsatz verschwindet. Jede Adresse Ihres alten Shops, die im neuen Shop nicht mit einer dauerhaften Weiterleitung auf ihr Gegenstück zeigt, verliert ihre Position in der Suche und ihre Verlinkungen. Betroffen sind Produktseiten, Kategorieseiten, Blogbeiträge, Filterseiten und alles, worauf Sie in Newslettern und Anzeigen verlinkt haben.
Die Reihenfolge, die sich bewährt hat. Erst die vollständige Adressliste ziehen, dann jede Adresse einem Ziel zuordnen, dann die Zuordnung prüfen, und erst danach live gehen. Kundenkonten sind der zweite empfindliche Punkt: Passwörter lassen sich systembedingt nicht mitnehmen, Ihre Kunden brauchen einen geplanten Weg zurück in ihr Konto. Das ist der Moment, an dem sich entscheidet, ob Ihre Bestandskunden ein zweites Mal kaufen.
Zur Dauer sagen wir nichts. Keiner der fünf Anbieter veröffentlicht eine Zahl zur Dauer einer Migration. Wir erfinden hier keine. Verlangen Sie stattdessen eine Aufgabenliste mit Verantwortlichkeiten und Abnahmepunkten. Wie ein solches Projekt bei uns abläuft, steht auf der Seite zur Migration nach Shopify.
Fünf Bereiche, in dieser Reihenfolge prüfen
1. Artikel mit Varianten und Bildern
2. Kundenkonten und der Weg zurück ins Konto
3. Bestellhistorie
4. Inhalte und Rechtstexte
5. Adressen und dauerhafte Weiterleitungen, bevor der neue Shop online geht
Auszählung des Prüfkorpus, acht Seiten, abgerufen am 15.08.2026.
Häufige Fragen
Welches Shopsystem ist das beste?
Keines. Es gibt fünf gängige Systeme und vier Fragen, die die Auswahl entscheiden: Wer betreibt das System technisch, was kostet der Betrieb über drei Jahre, was verlangt der deutsche Rechtsrahmen, und was passiert bei der zweiten Bestellung. Wer eine Note liest, sollte prüfen, ob deren Gewichtung offengelegt ist.
Was kostet ein Shopsystem im Monat?
Shopify beginnt bei 36 Euro im Monat, jährlich gerechnet 27 Euro. Shopware Rise beginnt bei 600 Euro im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, die Community Edition kostet nichts. JTL Start kostet nichts, JTL Advanced beginnt bei 99 Euro im Monat. WooCommerce und Magento Open Source sind als Software kostenlos. Die Miete ist aber nur ein Teil der Rechnung.
Welches Shopsystem ist das günstigste?
Als Software die offenen Systeme, als Gesamtrechnung fast nie. Bei WooCommerce, der Shopware Community Edition und Magento Open Source kommen Hosting, Updates, Erweiterungen und die technische Betreuung dazu. Wer diese Posten nicht einrechnet, vergleicht Vollkosten mit Teilkosten.
Welches Shopsystem für kleine Unternehmen?
Wenn niemand im Haus das System technisch betreut, ein gehostetes. Wenn Sie eine feste technische Betreuung haben oder Ihr Shop von Inhalten lebt, kann ein offenes System die bessere Wahl sein. Baukästen sind für Sortimente unterhalb dieses Vergleichs gedacht.
Brauche ich für WooCommerce ein deutsches Rechts-Plugin?
Für den rechtssicheren Verkauf in Deutschland ja. Germanized Pro kostet 85 Euro im Jahr für eine Domain, German Market 87 Euro. Bei Shopware und JTL sind die Pflichtangaben Teil des Systems.
Ist Shopify abmahnsicher?
Nein, das ist kein Systemzustand. Shopify stellt Grundlagen bereit, darunter die Grundpreisangabe in allen Online-Store-2.0-Themes, schreibt aber selbst, dass Richtlinienvorlagen nur für englischsprachige Checkouts generiert werden und dass die Einhaltung beim Händler liegt.
Was kostet Shopware?
Die Community Edition kostet nichts. Rise beginnt bei 600 Euro im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, Evolve bei 2.400 Euro, Beyond wird individuell verhandelt. Die Zusatzoption Shopware Intelligence+ kostet 29 Euro im Monat für die Community Edition und 19 Euro für die bezahlten Editionen.
Was kostet Adobe Commerce?
Adobe führt eine Preisseite für Adobe Commerce, nennt darauf aber keinen Betrag, sondern nur eine Kontaktaufnahme. Magento Open Source ist frei verfügbar. Wir tragen hier keine Zahl nach, weil wir keine belegen können.
Kann ich mein Shopsystem später wechseln?
Ja, und der Aufwand liegt weniger in den Produktdaten als in den Kundenkonten und den Adressen. Passwörter lassen sich nicht mitnehmen, und jede alte Adresse braucht eine dauerhafte Weiterleitung, bevor der neue Shop live geht.
Wie sicher sind offene Shopsysteme?
Sie sind zusammengesetzt, und die Angriffsfläche wächst mit jeder Erweiterung. Patchstack zählt für 2025 insgesamt 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Umfeld, 91 Prozent davon in Plugins und sechs Schwachstellen im Kern selbst, die Patchstack als Probleme geringer Priorität einordnet. Das ist eine Pflegeaufgabe, kein Ausschlusskriterium.
Welches System ist am besten für SEO?
Alle fünf können technisch gut ranken. Der teuerste SEO-Fehler ist bei allen derselbe: ein Systemwechsel ohne vollständige Weiterleitungen.
Welches System unterstützt Wiederkäufe am besten?
Das lässt sich nicht aus Funktionslisten beantworten. Prüfen Sie, wie leicht Kunden ein Konto anlegen und wiederfinden, wie sauber sich Kunden nach Kaufverhalten segmentieren lassen, wie gut das System an Ihrem E-Mail-Werkzeug hängt und wie schnell Sie an eine Wiederkaufrate kommen.
Sämtliche Angaben in diesem Abschnitt aus den im Abschnitt Quellen und Prüfkorpus gelisteten Primärquellen, abgerufen am 14. und 15.08.2026.
NACHPRÜFBAR
Quellen und Prüfkorpus
Damit Sie nichts glauben müssen. Hier stehen die acht Anbieterseiten, gegen die wir diesen Artikel geprüft haben, und die Primärquellen, aus denen jede Zahl stammt. Beides mit Abrufdatum.
Der Prüfkorpus, acht Seiten, abgerufen am 15.08.2026
| Seite | Wörter | Stand | Quelle je Zahl | Betriebskosten | DE-Recht | Wechsel | Befangenheit | Nach dem Start |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| fuer-gruender.de | ca. 1.400 | nein | nein | nein | nein | nein | ja | nein |
| haendlerbund.de | ca. 2.200 | nein | nein | ja | nein | nein | ja | nein |
| jtl-software.com | ca. 4.200 | nein | nein | nein | ja | ja | ja | nein |
| econsor.de | ca. 4.700 | nein | nein | nein | nein | nein | ja | nein |
| we-site.de | ca. 3.700 | nein | nein | ja | nein | nein | ja | nein |
| dotsource.de | ca. 2.800 | nein | nein | nein | nein | nein | ja | nein |
| mollie.com | ca. 2.700 | nein | nein | nein | nein | nein | ja | nein |
| shopware.com | ca. 3.100 | ja | ja | nein | nein | nein | ja | nein |
| Summe | eine von acht | eine von acht | zwei von acht | eine von acht | eine von acht | acht von acht | null von acht |
Wortzahlen gerundet, gezählt als Fließtext ohne Navigation und Fußbereich. Als Stand zählt nur ein Datum, das sich erkennbar auf die Preisangaben bezieht, nicht das Veröffentlichungsdatum des Artikels. Als Befangenheit zählt hier, dass das eigene Interesse im Text erkennbar wird. Ausdrücklich offengelegt wird es nur von shopware.com. Als Nach dem Start zählt, ob Wiederkauf, Bestandskunden oder Kundenwert als Auswahlkriterium genannt werden. Eine der acht Seiten vergibt Schulnoten und kürt einen Testsieger. Sie legt die Gewichtung ihrer acht Hauptkategorien offen, veröffentlicht von den 215 Einzelkriterien aber nur einen Auszug und keine Punktzahl je Kriterium, und verlinkt mindestens neun der vierzehn bewerteten Anbieter als Partner.
Primärquellen
| Inhalt | Quelle | Abgerufen |
|---|---|---|
| Shopify-Tarife, Zahlungs- und Transaktionsgebühren, Marktplatz-Synchronisierung | www.shopify.com/de/preise | 14.08.2026 |
| Shopify Plus Preise und Laufzeiten | www.shopify.com/de/plus/pricing | 14.08.2026 |
| Shopify zu rechtlichen Seiten | help.shopify.com/de/manual/checkout-settings/refund-privacy-tos | 14.08.2026 |
| Shopify zur Grundpreisangabe | help.shopify.com/en/manual/products/details/product-pricing/unit-pricing | 15.08.2026 |
| Shopware Editionen, Preise und Reaktionszeiten | www.shopware.com/de/preise | 15.08.2026 |
| Shopware Fair Usage Policy für die Community Edition | www.shopware.com/de/news/fair-usage-policy-community-edition | 15.08.2026 |
| Shopware zur eigenen Befangenheit | www.shopware.com/de/news/shopsysteme-vergleich | 15.08.2026 |
| WooCommerce Preise und Erweiterungen | woocommerce.com/pricing | 14.08.2026 |
| WooPayments Gebühren Deutschland | woocommerce.com/document/woopayments/fees-and-debits/fees | 14.08.2026 |
| Woo Express eingestellt | woocommerce.com/express | 14.08.2026 |
| WooCommerce Germanized, Preise | vendidero.de/woocommerce-germanized | 14.08.2026 |
| German Market, Preise | marketpress.de/produkt/woocommerce-german-market | 14.08.2026 |
| JTL-Editionen, Auftragspakete und Cent-Preise | www.jtl-software.com/de/preise-und-tarife | 14.08.2026 |
| JTL-Shop, Hosting und Installationsservice | www.jtl-software.com/de/shop-software | 14.08.2026 |
| Schwachstellen im WordPress-Umfeld, Berichtsjahr 2025 | patchstack.com/whitepaper/state-of-wordpress-security-in-2026 | 14.08.2026 |
| Adobe Commerce, Preisangaben | business.adobe.com/products/commerce/pricing.html | 15.08.2026 |
| Magento Open Source, freie Verfügbarkeit | business.adobe.com/products/magento/open-source.html | 15.08.2026 |
Zur Methode: Wir haben am 15.08.2026 die acht deutschsprachigen Seiten geprüft, die zu den Suchbegriffen shopsystem vergleich und shopsysteme vergleich auf Seite eins ranken, und sie gegen sieben Kriterien ausgezählt. Jede Zahl in diesem Artikel stammt aus einer der oben genannten Primärquellen. Wo eine Angabe dort fehlt, steht im Text ausdrücklich, dass sie fehlt, und es wird keine Schätzung eingesetzt. Für Adobe Commerce führt Adobe zwar eine Preisseite, nennt darauf aber keinen Betrag und keine Stufen, sondern nur eine Kontaktaufnahme.
AKTUALITÄT
Änderungsprotokoll
15.08.2026 Erstveröffentlichung. Alle Angaben an diesem Tag gegen die Primärquellen geprüft. Shopware weist für die Edition Beyond keinen Betrag mehr aus, sondern verhandelt individuell. Die zuletzt von Shopware selbst veröffentlichte Angabe für Beyond stammte aus August 2025. Nach einem zweiten Prüflauf am selben Tag korrigiert: JTL Pro hat einen öffentlichen Listenpreis ab 329 Euro im Monat und ist nicht nur auf Anfrage erhältlich, die Regel für die Shopware Community Edition ist eine Fair Usage Policy zum Zugang zu Account und Store und keine Nutzungsgrenze der Software, die Klarna- und Sofort-Sätze von Shopify gelten für Basic, Grow und Advanced und nicht für Plus, und Adobe führt eine Preisseite ohne Beträge.
Wir prüfen diese Seite bei jeder Preis- oder Versionsänderung der genannten Anbieter erneut und tragen das Ergebnis hier ein.
Sie kennen jetzt die vier Fragen. Offen ist, wie Ihre Antworten aussehen.
Fünfzehn Minuten am Telefon. Sie schildern Ihre Situation, wir sagen Ihnen, welches System zu Ihren Antworten passt. Auch dann, wenn es nicht Shopify ist.
Florian Müller
Gründer und Geschäftsführer der ecom flow GmbH